Freianlagenstrukturierung
Die zentrale Grünfläche wird aufgewertet und vernetzt.
Sie soll als Park für alle Altersgruppen und Angehörige
verschiedener Nationen nutzbar gemacht werden. Die Hauptachse
wird durch Entnahme von Gehölzgruppen und Bäumen geöffnet.
Damit wird das historische Schulgebäude im Westen am Endpunkt
der Parkachse angemessen hervorgehoben und eine ausreichende Transparenz
geschaffen.
Die Hauptwege werden seitlich versetzt. Die Versetzung der Hauptwege
in die geplante Achse trägt dem historischen Entwurf Rechnung
und ist aus denkmalpflegerischer Sicht sinnvoll.
Des weiteren wird hierdurch ein angemessener Abstand zu den Gebäuden
geschaffen und damit das Empfinden, sich im Park aufzuhalten,
wesentlich verstärkt. Die vorhandenen alleeartig angeordneten
Bäume werden durch neue Bäume ergänzt, soweit dies
für die Raumbildung erforderlich ist.
Zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität wird der Grünzug
mit den Hofbereichen vernetzt. Es wird eine Abstufung von öffentlichem
Grün (zentraler Parkbereich) über halböffentliches
Grün (Kernbereich Innenhöfe) zu privatem Grün (wohnungszugeordneter
Gartenbereich) vorgenommen. Die Trennung von privatem Grün
und halböffentlichem Grün wird durch eine Geländestufung
erreicht, wodurch eine optimale Transparenz erzielt wird. Eine
Einfriedung im klassischen Sinne (Zaun/Hecke) erübrigt sich
und eine Zergliederung der Innenhöfe wird verhindert.
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Die zentrale Grünfläche wird
durch die Entwurfskonzeption mit den im Quartier vorhandenen Grünflächen
verknüpft. Im Bereich des Lukasplatzes wird durch den Umgang
mit den Belagsmaterialien eine wesentliche Verknüpfung von
Grünzug und Lukasplatz erreicht.
Wichtig für die Vernetzung der Parkflächen ist eine
stärkere Einbindung des Leipziger Platzes mit dem Quartier.
Der Parkbereich wird durch eine grüne Barriere von den stark
frequentierten angrenzenden Straßen abgegrenzt. Die Mittelachse
wird durch die vorgesehene Ausstattung betont. Durch Verengung
des Raumes wird hier die Begegnung der Passanten provoziert. Kurzweiliger
Aufenthalt wird durch die Form der Ausstattung ermöglicht.
Der Platz wird durch die Belagsverwendung optisch über die
Hauptstraße verlängert, damit die Verknüpfung
mit dem vis á vis gelegenen Hauptplatz optimiert wird.
Dadurch stellt sich eine gewisse Beruhigung der Straße ein,
womit die fußläufige Verbindung eine höhere Bedeutung
erlangt.
Um den Park in der Nacht sicher zu gestalten und wesentliche Höhepunkte
zu betonen, ist eine Illumination nach funktionalen und gestalterischen
Aspekten vorgesehen.
Zur Erhöhung der Identifikation mit dem Quartier werden verschiedene
Ansätze verfolgt.
Von höchster Bedeutung ist die Identifizierung durch Einbringung
der eigenen Person. Hierzu sind vielfältige Integrationsmöglichkeiten
im Rahmen der Entwurfsentwicklung erarbeitet worden.
Wesentliche Bedeutung haben des weiteren die verwendeten Kunstobjekte,
welche direkten räumlichen Bezug zu den historischen Gebäuden
haben und sich wie an einem roten Faden durch die Freianlagen
ziehen (es handelt sich dabei um die Portalfiguren der historischen
Gebäude, welche in der Planung vereinfachend als Putten bezeichnet
werden).
Weiterhin ist die Schaffung eines Bürgerwaldes geplant (selbstgepflanzte
Bäume mit Patenschaft).
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