| 2003/ Ideen- und Realisierungswettbewerb
Leinefelde
Planungsgrundsätze
Die vorliegende Freiraumkonzeption erlaubt eine prozesshafte Entwicklung,
die auf die Bedürfnisse der Bewohner und die wirtschaftliche
Situation der Stadt angepasst werden kann. Gerade in der derzeitigen
Situation ist es wichtig, offene Potentiale für die Stadt
bereitzuhalten, um Beweglichkeit und Innovationsmöglichkeiten
der Stadt zu fördern.
Sie stellt ein wesentliches Fundament für eine nachhaltige
Stadtentwicklung dar. Kulturelle Angebote, eine gute Orientierbarkeit
und gut ausgebaute Naherholungsinfrastrukturen sind wesentliche
Grundpfeiler.
Leitidee
Die landschaftsarchitektonische Zielsetzung ist die Schaffung
eines durchgehenden Grünzuges vom nördlich gelegenen
Bahnhof durch den gesamten Stadtbereich bis in die südlich
angrenzende Ohneaue. Die der vorliegenden Konzeption zugrundeliegende
Idee erreicht diese Durchgängigkeit im gesamten Bereich des
Grünzuges durch die Verwendung einer prägenden Vegetation,
deren Charakterpflanzen im angrenzenden Landschaftsraum vorkommen
bzw. dort einen optimalen Standort haben. Daraus ergibt sich ein
prägendes Vegetationsbild, welches sich von der Ohneaue bis
zum Bahnhofsplatz durchzieht.
Der Besucher des Parkes orientiert sich anhand des charakteristischen
Vegetationsbildes mühelos vom Bahnhof bis zur Aue. Die Schaffung
von Räumen mit diesem Vegetationscharakter schafft eine besonders
gute Identifikationsmöglichkeit sowohl mit dem Park wie auch
der Landschaft, in welche die Stadt Leinefelde eingebettet ist.
Der Entwurf sieht das Spiel mit Gräser- und Hochstaudenfluren
sowie auetypischer Gehölzstrukturen in naturnaher Form im
Grünzug sowie in architektonischer Grundform in den städtischen
Strukturen vor.
Hervorzuheben ist im Besonderen, dass durch die Thematisierung
des Vegetationsbildes im Sinne des Leitgedanken die vorhandenen
Strukturen weitgehend nutzbar gemacht werden und Eingriffe in
die Infrastruktur nur in noch nicht angefassten Bereichen erforderlich
ist.
Zur Identifikation werden raumzugeordnet sowohl im Altstadtbereich
(z. b. Visualisierung der Thematik Tongrube) wie auch im Südstadtbereich
(Nutzung eines Plattenbaurudimentes am Unteren Bonifatiusplatz
als Platzprägendes Gebäude mit Erlebnis- und Eventfunktionen
sowie Aussichts-Café)
Zur Optimierung der stadtökologischen Situtation gehört
neben der Verwendung der standortgerechten Pflanzen die Entwicklung
des ökologischen Regenwassermanagementes (Zuführung
des Niederschlagswassers in den landschaftlich geprägten
Grünzug –Retention und Versickerung).
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