Als Projektleiter des Landschaftsarchitekturbüro Därr, Halle (Saale)

Jugendanstalt des Landes Sachsen-Anhalt,Rassnitz
Neubau auf dem Gelände einer ehemaligen Strafanstalt
Ort: Rassnitz

Bauherr: Land Sachsen-Anhalt vertreten durch das Staatshochbauamt Merseburg der
Oberfinanzdirektion Magdeburg

Leistungen: Leistungsphasen 1 bis 8 gem. HOAI
Areal: Gesamtflächen entsprechend ca. 19,4 ha

Bauvolumen: ca. 1,58 Mio. Euro

Projektzeitraum: 1998 bis 2003

Planungspartner und Baubeteiligte:
Projektsteuerung, Hochbauplanung: Prof. Gerber Architekten, Dortmund
Bauleitung Hochbau: Prof. Gerber Architekten, Dortmund
Haustechnikplanung: SRP Leipzig, Schmerwitz, Halle
Sicherheitstechnik: Bosch Telekom GmbH, Leipzig
Freianlagenbau: Arge Hallbau/Strabag, Halle
DLB Forst
Otto Kittel Garten und Landschaftsbau,
Berlin, Weißenfels
Hochbau: ElboBau AG, Wurzen
Bilfinger und Berger, Halle
Züblin,


 

Kurzbeschreibung
Rassnitz befindet sich im Südosten von Sachsen-Anhalt zwischen den Städten Halle und Leipzig. Auf dem Gelände, auf dem sich die Jugendanstalt befindet, bestand bis zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten eine Haftanstalt. Das Justizministerium hatte den hohen Anspruch, auf diesem Gelände eine Jugendanstalt zu errichten, die in vieler Hinsicht Vorbildcharakter für den Strafvollzug haben sollte. Ein hohes gestalterisches Niveau sollten neben dem modernen Vollzug dazu beitragen, dass die Häftlinge die besten Wiedereingliederungschancen in das gesellschaftliche Leben bekommen.
In 28 Monaten wurde das 73 Mio. Euro umfassende Projekt realisiert, das zu den modernsten und effektivsten in ganz Europa zählt. 398 Haftplätze insgesamt, davon 20 für den offenen Vollzug, sind dort entstanden. Die Anstalt mit rund 1.600 m Außenmauer teilt sich in fünf Hafthäuser, ein Gebäude für den medizinischen Dienst, Einrichtungen für Schule und Ausbildung, eine Sporthalle und Werkstätten. Dazu kommen ein zentraler Bereich mit Verwaltung, eine Wachzentrale mit Außenpforte und ein Freigängerhaus.
Der ein Hektar große Innenhof der Anstalt bildet die Kernzone der Anstalt. Hier bilden der ca. 780 m² große Teich mit der Anstaltskirche einen gestalterischen Schwerpunkt. Im Hof befinden sich weiterhin auch themenorientierte Staudengärten, Multifunktionssportflächen sowie einen überdachten Pavillon und weitläufige Wiesenbereiche.
Für die Sportnutzung befindet sich desweiten im Anstaltsgelände ein Großspielfeld mit Naturrasenplatz und Leichtathletikeinrichtungen.
Den fünf Hafthäusern sind jeweils einzelne Höfe zugeordnet, die den Häftlingen kurzfristige Frischluftaufenthalte wie auch sportliche Möglichkeiten wie Streetball und Tischtennis bieten. Gehölz- und Staudenflächen gliedern sich in die Höfe ein.
Großflächig angelegte gärtnerische Nutzflächen im Glashaus und im Freien bieten gute Ausbildungsmöglichkeiten für den Gartenbaubereich.
Die Anstaltsflächen zwischen den Haftgebäuden und der Außenmauer sind weitgehend extensiv gestaltet. Der außerhalb der Anstaltsmauern befindliche Parkplatz wurde mit einem gleichmäßigen Baumraster sowie einer trockenheitsliebenden Staudenpflanzung versehen.