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2005/ Sprung über die Elbe-Der Turm zu Babel

Internationale Gartenschau 2013 in Hamburg- Wilhelmshafen/ Studien zum Wettbewerb

Der Turmbau zu Babel berichtet über eine Entwicklungsphase der Menschheit, in der versucht wurde, allen Völkern eine Norm und Sprache zu diktieren und damit einen kulturellen Stillstand. Symbolisch dafür steht der Turm. Durch den Sturz des Turmes zerbrach damit auch der Traum, den Status Quo bewahren zu können. Es entstand eine sprachliche und kulturelle Diversität. Das wiederum barg ein Potenzial zur Kommunikation und Weiterentwicklung durch gegenseitige Beeinflussung der Kulturen. Dieses Ereignis ist Hauptthema der IGS Wilhelmsburg 2013. Zentrales Element ist die symbolische Ruine des Turms zu Babel. Dessen sinnbildliche Fragmente sind Bausteine für Entwicklung und das Zusammenwachsen in Wilhelmsburg. Sie sind netzartig über das Gebiet der IGS und ganz Wilhelmsburg verteilt.
Die Treffpunkte stehen sowohl für historische Retrospektive als auch für Visionen in die Zukunft. Ein Beispiel für ein solches Zentrum ist der Flakbunker in der Neuhöfer Straße. Er ist ein historisches Relikt aus einer Zeit, in der versucht wurde durch Abgrenzung ein kulturelles Zeichen zu setzen, was jedoch in einer Unkultur endete.
Das Netzwerk durchbricht die bestehenden verkehrstechnischen, kulturellen und sprachlichen Barrieren.
An diesen Punkten treffen sich die Besucher, um sich auszutauschen, die verschiedensten Ideen kennen zu lernen und über diese auch zu diskutieren. Es werden Räume geschaffen, die auf neutralem Boden – unter freiem Himmel – Möglichkeiten bieten, dass die 37 in Wilhelmsburg vertretenen Nationalitäten, je nach Interessen bei Sport, Spiel und Kultur, zusammenkommen können, sich treffen, sich austauschen und zusammen wachsen können. Die Insel Wilhelmsburg steht dabei symbolisch für den freien Raum zwischen Hamburg und Harburg der sein Potenzial auch aus seinen sozialen Problemen gewinnt. Die Tradition der Kleingärten bietet unter anderem einen Entwicklungsraum, in dem dieser Austausch stattfinden kann. Die ökologischen Besonderheiten der Insel müssen dabei so eingebunden werden, dass sie Bestandteil dieser Kommunikationsprozesse werden, da neben allen gesellschaftlichen Wertvorstellungen (gerade) in der heutigen Zeit, in der der Mensch die ökologischer Folgen seines handeln abschätzen kann, der Schutz der Natur noch an Bedeutung gewinnen muss.